Die weiße Stadt Putbus auf Rügen

Alte Architektur von Putbus auf Rügen
Alte Architektur von Putbus auf Rügen / Bild: ©ms-grafixx / depositphotos.com

Geschichte von Putbus

Die Stadt Putbus wurde 1810 auf der Insel Rügen gegründet, sie ist somit die Jüngste Stadt der Insel und zeigt einen ganz eigenen Scharm. Der Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus wurde mit all den Jahren eine der wichtigsten Personen auf der Insel. Sein Wunsch, ein irdisches Paradies aus seinem Heimatort entstehen zu lassen, kannte keine Grenzen und er scheute Keine Mühen. Alle Gelder flossen in die Einzigartigkeit, die diese Stadt ausstrahlen sollte. Es entwickelte sich eine klassische Residenzstadt.

Weiße Stadt oder Rosenstadt?

Der Weg nach Putbus lohnt sich! Lassen Sie sich von der Stadt, die ihren beiden Synonymen „weiße Stadt“ oder auch „Rosenstadt“ alle Ehre macht, selbst verzaubern. Überall erblickt man weißen Fassaden den Häusern, vor den Gebäuden findenden sich romantisch blühenden Rosenstöckchen. Ein herrschaftliches Fair wurde erschaffen und dies spürt jeder Besucher, der sich auf die Anomalie dieser Stadt einlässt. Im 19. Jahrhundert ließ der Fürst nur wenige Bauwerke entstehen, erst als Putbus den anerkannten Titel „Badeort und Residenzstadt“ erlangen wollte, wurde umgebaut.

Schlosspark von Putbus

Gleich beim Eintreffen in der Stadt erblickt man etwas sehr spezielles und außergewöhnliches auf der Insel Rügen: Ein riesiges Rondell erstrahlt mit seiner strengen, weiten und symmetrisch angelegten Grünanlage mit dem zentral gelegenen Obelisken, über der Stadt. Der Circus, erscheint aus der Luft wie ein riesiges Rad, das von weiß gestrichenen Bauwerken umrahmt wird. Der Fürst von Putbus ließ also für seine Ostseetouristen einiges erschaffen, um seiner Stadt den gewissen Reiz zu verleihen.

Der Obelisk im Zentrum

1804 reifte ein ca. 75 ha großer Park nach den Wünschen des Fürsten, im französischen und später englischen Stil, heran. 1802 entstand aus dem Schlossgarten ein Schlosspark. Sichtschneisen zur Boddenlandschaft wurden nach und nach frei gelegt und der Schwanenteich erweitert, nun befindet sich dort nachträglich eine 60 Fuß lange Brücke. Im Schlosspark wachsen über 60 verschiedene Baumhölzer, die vom Fürsten selbst auserwählt wurden. Seltenheiten wie Beispielsweise ein Baum der zwei verschiedene Blattarten aufweißt ist hier aufzufinden, ebenso wie zahlreiche Zedern, gelb blühenden Rosskastanien, Tulpenbäumen und Mammutbäume. 2 Kastanien, welche auch der Lieblingsbaum des Fürsten war, umfassen einen enormen Umfang – erst 3 bis 4 Menschen können den Baum umgreifen.

Park in Putbus für Naturliebhaber

Der Schlossgarten umgrenzte einst das Schloss, doch nach einem stattlichen Beschluss entschied man dieses 1959 abzureisen. Heute erkennt man nur noch an der Terrasse am Schwanenteich wo der Wohnsitz der Familie von Putbus einst thronte. Der Landschaftspark beherbergt ein 8 ha großes Dam- und Rotwildgehege, ebenso wie ein Vogel- und Affenhaus. Zur damaligen Zeit von Fürstin Luis zu Putbus, als Unterbringung und Veranschaulichung des adligen Tierbestandes, erbaut. Die Orangerie, welche früher als Treibhaus genutzt wurde, stellt Heute eine Ausstellung von Kunstwerken dar. Die Schlosskirche ist das größte Gebäude und war zur damaligen Zeit auch das wichtigste Gebäude neben der Orangerie in der Stadt. Baulich stellt die Christus-Kirche ein Unikat dar, mit ihrer spätklassischen Form und dem basilikalen Querschnitt unterscheidet sie sich von den anderen Backsteinbauten auf der Insel Rügen. 1821 bis 1824 wurde der ehemalige Marstall – auch Reithalle genannt – erbaut. Kurz nach der Wende wurde es zur Aufführung von Rossini-Opern verwendet, zum heutigen Zeitpunkt werden hier Theateraufführen vorgetragen. Das Mausoleum diente im ursprünglichen Sinn als Grabstätte der Familie von Putbus und befindet sich ebenfalls im Schlosspark.

Orangerie – Kunst und kleines Café

Das anfängliche Residenztheater, welches im klassischen Baustil erbaut wurde, liegt gegenüber dem Park und ist somit nicht zu verfehlen. In der Zeitgeschichte von Putbus spricht man von einem Sommertheater. Heute wird das Theater nur für Gastaufführungen genutzt, jedes Jahr verführen die Putbuser-Festspiele Besucher aus ganz Deutschland zu einen Kurzurlaub auf der Insel Rügen vorzunehmen.